Geomantie-Orakel
Ein mittelalterliches europäisches Orakel mit sechzehn Figuren, auf ein Schild geworfen. Vier Mütter erzeugen vier Töchter, die sich zu vier Nichten, zwei Zeugen und einem Richter verbinden. Jede Figur trägt Bedeutung, Rat und einen Ton (günstig, einschränkend, gemischt). Authentische Mathematik, moderne Deutung.
Authentische Schild-Mathematik
Jede Figur besteht aus vier Linien (ein oder zwei Punkte). Mütter aus 16 zufälligen "ja/nein". Töchter zeilenweise. Nichten per XOR-Addition (Carcer). Zeugen kombinieren die vier Nichten. Richter als Endsynthese. Mathematik aus der mittelalterlichen lateinischen Tradition.
Sechzehn Figuren
Via, Populus, Carcer, Conjunctio, Fortuna Major, Fortuna Minor, Acquisitio, Amissio, Laetitia, Tristitia, Puer, Puella, Albus, Rubeus, Caput Draconis, Cauda Draconis. Jede mit Schlüsselwörtern, Bedeutung, Rat, Ja/Nein-Ton. Detail-Seite je Figur.
Häufige Fragen
Wer nutzte Geomantie historisch?
Geomantie kam über arabische mathematisch-astrologische Texte (~12. Jh.) nach Europa und wurde im Mittelalter weit verbreitet praktiziert. Bekannte Autoren: Robert Fludd, Christopher Cattan, Cornelius Agrippa.